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Primärarztsystem: mehr Steuerung braucht mehr Kapazität

Herausforderungen der Koordination

Ein funktionierendes Primärarztsystem setzt voraus, dass Hausärztinnen und Hausärzte genügend Zeit für die individuelle Steuerung ihrer Patientinnen und Patienten haben. In vielen Regionen, insbesondere in ländlichen Gebieten, sind die Kapazitäten jedoch bereits jetzt erschöpft. Eine zusätzliche Koordinationslast ohne personellen Ausgleich führt zwangsläufig zu längeren Wartezeiten und einer Verdichtung der Arbeitszeit.

Bürokratie vs. Patientenzeit

Die geplante Reform sieht umfangreiche Berichtspflichten und administrative Hürden vor. Statt die ärztliche Tätigkeit zu erleichtern, binden neue Steuerungsinstrumente wertvolle Zeit, die eigentlich für die medizinische Behandlung benötigt würde. Wir fordern eine echte Entlastung von unnötiger Bürokratie, um die Primärversorgung zukunftsfähig zu machen.

Finanzierung der Versorgungsqualität

Qualitätsmanagement und Patientensteuerung sind Leistungen, die honoriert werden müssen. Eine bloße Verlagerung von Aufgaben ohne entsprechende finanzielle Unterlegung gefährdet die wirtschaftliche Basis der hausärztlichen Praxen und damit die wohnortnahe Versorgungssicherheit.

Quellen und weiterführende Informationen
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